Liebe Blogleserinnen, liebe Blogleser,

„Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital“ – dies lesen wir immer wieder in wohlklingenden „Unternehmensphilosophien und Broschüren“, doch findet diese Denk- und Handlungsweise auch im Arbeitsalltag statt? Dies haben wir uns gefragt und recherchiert. Die Ergebnisse aus der Forschung und Praxisbeispiele von Unternehmen haben wir euch in unserem Blog zusammengefasst:

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Es entsteht eine neue Arbeitskultur. 

Doch reicht eine trendige Umgebung, Flexibilität und Geselligkeit – sieht so die Zukunft der Arbeit aus? Was brauchen wir?

Drei Lebensbereiche müssen im Einklang sein:

  • Die Aufgabe – passt die Arbeit zu mir und meinen Stärken, macht die Arbeit für mich Sinn, sichert es mir mein finanzielles Auskommen?
  • Die Familie/Freunde  – habe ich Zeit, mich hier einzubringen, denn dies ist ein wichtiger Bestandteil für die Zufriedenheit.
  • Wir selbst – sind meine Bedürfnisse erfüllt z.B. Rückzug, Gemeinsamkeit, … Kann ich meine Ziele erreichen? Was brauche ich?

 

Es geht nicht mehr um die Anwesenheit oder Präsenz am Arbeitsplatz, sondern um die Ergebnisse. Arbeiten und Leben ist nicht mehr zu trennen. Eine Denkweise, die man vor allem bei erfolgreichen und innovativen Unternehmen erkennen kann. Die Unternehmensberatung Dexina  hat diesen Weg bereits begonnen. Hier gibt es ein Elternbüro (wenn die Tagesmutter ausfällt), eine Kaffeelounge und mittags wird gemeinsam gekocht und auf der Dachterrasse in Strandkörben die Kraftpausen eingelegt.

So eine Investition ins Wohlbefinden ist keine Kleinigkeit –  500.000 Euro hat das Böblinger Unternehmen in das neue Konzept und seine 90 Mitarbeiter investiert. Doch kaum jemand von den 90 Angestellten und 60 freien Mitarbeitern hat einen festen Schreibtisch, viele sind unterwegs und arbeiten von zu Hause. Es gibt nur 30 Schreibtische, dies spart natürlich auch Kosten … und das ganze Konzept verkauft er als Unternehmensberater auch an andere Firmen.

Neu ist das nicht – Google in Hamburg bespaßt seine Mitarbeiter mit X-Box, Tischfußball und Massagesesseln.

 

So entstehen in der neuen Arbeitskultur auch neue Berufe:

Kennt ihr den Beruf der „Wohlfühl-Manager/innen“? Diese Arbeitskräfte sind dafür da, dass es den Mitarbeiter gut geht, sinnvolle Organisationen einführt und auch mal die After-Work-Party organisiert. Früher nannten wir sie Assistentin oder Sekretärin – jetzt haben wir einen neuen Namen, der doch aber auch wirklich attraktiver klingt, wenn wir auf Partys „Feel-good-Manager“ kennenlernen, oder? Es wird aber nicht nur Jobs in Unternehmen geben, sondern auch ganz neue Geschäftszweige, lt. dem Forscherteam:

 

Arbeitswelten 4.0

Das Frauenhofer Institut hat im Rahmen des Forschungsprojektes Office 21, die Arbeitsbedingungen für das Jahr 2025 untersucht und so sind die „Arbeitswelten 4.0“ entstanden. Lt. ihrer Einschätzung wird es neue Dienstleistungsunternehmen geben, sogenannte „Care Companies“, deren Aufgabe es ist, sich um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu kümmern. So sollen die persönlichen Lebensentwürfe berücksichtigt werden, wie auch die Gesundheit.

Wenn wir an den Facility Manager denken, der Gebäude und Anlagen betreut so wird es in Zukunft eben auch den „Wohlfühl-Manager“ geben, der die Menschen betreut.

 

Schaffe eine Win-Win Situation 

Gerade in Zeiten des demographischen Wandels und Fachkräftemangels, lecken sich vor allem kleinere Unternehmen die Finger nach guten Arbeitskräften.

Und wer noch immer nicht verstanden hat, dass zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber ein Verhältnis auf Augenhöhe mit gegenseitiger Wertschätzung entstehen muss, wird vermutlich schon bald mit dem Arbeitskräftemangel konfrontiert sein. Für gut-ausgebildete Mitarbeiter besteht heutzutage immer stärker die Möglichkeit, sich ihren Arbeitgeber auszusuchen. Bewerber werden von klugen Unternehmen nicht mehr als Bittsteller behandelt, sondern erhalten Respekt und es wird beachtet, dass es sich bei einer Einstellung um eine Win-Win Situation handelt.

 

Denn was ist schon ein Unternehmen ohne richtig gute Arbeitskräfte?

Menschen, die motiviert und voller Ideen sind, die stolz auf ihr Unternehmen sind und es nach außen auch so präsentieren. Solche Mitarbeiter sind auch viel eher dazu bereit, ihre volle Arbeitsleistung auch über den normalen Rahmen hinaus zu bringen.

Um an solche Arbeitskräfte zu kommen, ist es notwendig, die nötigen Rahmenbedingungen für innovative Arbeit zu schaffen und die Vorteile im Unternehmen auch im Marketing einzusetzen.

 

Dazu gibt es Modelle, wie die Erfolgs- oder Mitarbeiterbeteiligung.

Da wir in einer leistungsorientierten Gesellschaft leben, erbringt man nur die Leistung, für die man auch belohnt wird.

Warum sollte man dann also Prämien wie den Managerbonus nicht auch an alle anderen Mitarbeiter vergeben?

Persönliche Leistungen belohnen und den Mitarbeiter als Familienmitglied in das Unternehmen mit einbinden – Dies kann der Weg zu einer erfolgreichen Unternehmensführung sein.

 

Wie kann so eine Erfolgsbeteiligung aussehen?

Mitarbeiter werden nicht nur mit ihrem regulären Arbeitslohn/-gehalt belohnt, sondern auch mit Prämien für erbrachte Sonderleistungen.

Laut einer Studie der IAB führen dieses Prinzip nur 10% der Unternehmen durch.

 

Doch die Erfolgsbeteiligung bringt viele Vorteile mit sich:

So kann zum Beispiel eine Ideentagebuch eingerichtet werden, in der Mitarbeiter Vorschläge zur internen Unternehmensverbesserung bringen. Zum Bespiel gibt es einmal im Monat ein gemeinsames Frühstück, bei dem die Ideen den Kollegen präsentiert werden. Sind diese Vorschläge hilfreich und führen zu einem besseren Arbeitsablauf, wird der ideenbringende Mitarbeiter belohnt. So steigt die Motivation, auch über das alltägliche Arbeitsgebiet hinaus zu denken, weil man für den Sonderaufwand mit Wertschätzung behandelt wird. Der Unternehmer gewinnt dadurch an vielen klugen Köpfen.

Denn wer kann Probleme in Arbeitsabläufen besser erkennen und lösen, als die Personen, die direkt davon betroffen sind?

 

Viele Unternehmer gehen noch weiter und bieten Mitarbeitern Beteiligungen an: 

Um ihren Mitarbeitern das Gefühl zu vermitteln, ein Teil des Unternehmens zu sein, bieten sie ihren Mitarbeitern Beteiligungen an.

Bei AGs bietet sich die Verteilung von Belegschaftsaktien an. Bei der Lufthansa entschieden sich beispielsweise in den vergangenen Jahren etwa 40% der Beschäftigten für den Erwerb von Aktien anstatt einer Barauszahlung.

Doch auch andere Unternehmensformen können ihre Mitarbeiter am Gewinn beteiligen:

Zum Beispiel könnte man anbieten, auf Teile des Lohnes oder auf das Weihnachtsgeld zu verzichten. Dieses Geld wird dann im Unternehmen angelegt und der Mitarbeiter erhält eine Rendite.

Durch diese Art der Mitarbeitereinbindung wächst in den Arbeitskräften ein stärkerer Wille, die eigene Leistung für einen möglichst hohen Gewinn einzusetzen, weil plötzlich ein direkter Bezug zum Unternehmenserfolg geschaffen wurde. Je höher der Gewinn, umso höher die Auszahlung. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine variierende betriebliche Altersvorsorge, abhängig vom  Erfolg des Unternehmens.

Auch die Brandt Kantentechnik GmbH bietet Mitarbeiterbeteiligungen an und spürt den Erfolg an gestiegenen Verbesserungsprozessen, Innovationen und geringeren Krankheitsquoten.

Unser Tipp:

Wenn ihr noch mehr über die Trends erfahren wollt, und wie Unternehmen an der Spitze arbeiten, mit einer Vision, die Selbstverwirklichung beinhalten, mit Mitarbeitern, die sich mit ihrer Kreativität und ihren Ideen einbringen, dann erfahrt ihr dies in meinem Buch „Neue Unternehmer braucht das Land!“, das von Managementbuch.de empfohlen wird.

Lassen Sie uns gemeinsam die Weichen auf Ihre Erfolgsspur stellen. Beim Lesen des Buches werden Sie nicht nur ein paar nette Aha-Erlebnisse haben, sondern Sie werden erstaunt sein, welche Initialzündung Sie für Ihre Zukunft geschaffen haben.

Unser Fazit:

Willkommen in der Zukunft der Arbeit.

Eine partnerschaftliche Basis ist die Voraussetzung, für die vollständige Entfaltung von Wissen und Können der Mitarbeiter und ist ein weiterer Schritt zur zukunftsfähigen Unternehmensführung, in der Menschen geschätzt werden und in der jeder Einzelne die Möglichkeit erhält, aktiv zum Unternehmenserfolg beizutragen.

Somit: Sei wer du bist, sei erfolgreich und gestalte dein Leben immer noch etwas besser.

Euer KMU-Team

Katja Hofmann

Bildschirmfoto 2015-08-02 um 10.29.25Neues Buch von Katja Hofmann: „Neue Unternehmer braucht das Land! Wie Sie wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung verbinden“ erschienen im Wiley Verlag. Weitere Infos und kostenlose Leseprobe hier

Die nächsten öffentlichen Auftritte von Katja Hofmann:

28. Juni 2016 in Baden-Baden VortragBadischer Wissenskongress, Kurhaus Casino Baden-Baden

31. August 2016 in Zürich: „Marketing 2020 – wer langweilt fliegt raus“, Suisse Emex – Die größte Schweizer Marketingmesse, Messe Zürich

Weitere Vortragstermine

Weitere Informationen: KMU- Konzepte mit Unternehmenserfolg, Katja Hofmann Marketingexpertin aus Stuttgart. Sie schreibt Bücher, entwickelt Seminare und ist gefragte Referentin für Zukunfts- und Unternehmensentwicklung. Der SWR bezeichnet sie als Expertin für sinnstiftendes Marketing. Die KMU-Hofmann ist der einzige auf Corporate Social Responsibility (unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) spezialisierter Mittelstandsunternehmen in Deutschland, der mit dem Siegel “Top Consultant” 2014/15 ausgezeichnet wurde.

info@kmu-hofmann.de| www.kmu-hofmann.de | Kontaktformular

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